Mag. Christian Wallner, GTEC-Absolvent

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung des UZR?

Ich persönlich habe viel Entwicklung am UZR miterlebt. Am Beginn meines Studiums stand der Standort auf sehr wackligen Beinen, aber durch den persönlichen Einsatz vieler Personen konnte einer Schließung entgegengewirkt werden und das Know-How im Oberen Ennstal verbleiben.

Würden Sie sagen, dass sich das Universitätszentrum etabliert hat bzw. wie sehen Sie die neue Ausrichtung auf dem berufsbegleitenden Sektor?

Die Richtungsentwicklung im Sinne der berufsbegleitenden Studien ist für das UZR sicher das beste Erfolgskonzept um die Inskriptionszahlen auch in Zukunft aufrecht zu erhalten und somit den Standort nachhaltig zu sichern. Wiederum schade ist, dass die Vollzeitstudien (GTEC, GIM, BIM) nicht mehr angeboten werden und somit hoch interessante Studien in unserem Bezirk verschwunden sind. Jedoch ist die weitere Zukunftsentwicklung des UZR sicherlich gut, da es viel Interesse am berufsbegleitenden Sektor gibt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom UZR?

Schön wäre es, wenn die Studienrichtungen im technischen sowie im betriebswirtschaftlichen Bereich den Anforderungen unserer Unternehmen angepasst würden. Somit könnten alle voneinander profitieren und die Region nachhaltig beleben. 

Harald Cimzar BSc Wirtschaftswissenschaften

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung des UZR?

Die Entwicklungen in Bezug auf die berufsbegleitenden Möglichkeiten sind sehr gut und sollten auf alle Fälle noch forciert werden. Schade ist natürlich dass die ursprünglichen Studienrichtungen wie G-TEC oder BIM weggefallen sind.

Würden Sie sagen, dass sich das Universitätszentrum etabliert hat bzw. wie sehen Sie die neue Ausrichtung auf dem berufsbegleitenden Sektor?

Ich denke das UZR hat sich schon recht gut etabliert und auch der berufsbegleitende Sektor hat an Bekanntheit und Aufmerksamkeit gewonnen. Dennoch glaube ich, wissen viele Menschen in der Region noch nicht wirklich, welche Möglichkeiten es am UZR gibt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom UZR?

Einen interessanten berufsbegleitenden Master (MUSSS), der zum Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften passt oder bspw. ein Doktoratsstudium.

 

Mag. Günter Di Lena, BIM-Absolvent

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung des UZR?

Nachdem es zwischenzeitlich danach ausgesehen hat, dass das UZR schließen muss, bin ich sehr froh, dass es wieder bergauf geht. Weiterbildung darf nicht am Geld scheitern. Dies wäre ein Rückschritt. Durch die Möglichkeit berufsbegleitend studieren zu können, wurde das UZR ordentlich aufgewertet. Es ist auch positiv, dass die medialen Diskussionen über die Schließung ein Ende gefunden hat. Dies hat Interessenten in der Vergangenheit verunsichert.

Würden Sie sagen, dass sich das Universitätszentrum etabliert hat bzw. wie sehen Sie die neue Ausrichtung auf dem berufsbegleitenden Sektor?

Wenn man die Anzahl der Studierenden betrachtet, merkt man, dass sich der Standort etabliert hat und dieser gut angenommen wird. Die neuen Studienrichtungen sprechen mehr Personen an und trifft auf ein größeres Publikum. Dies schlägt sich mit der steigenden Anzahl der Studierenden positiv nieder. Vielleicht ist es denkbar, dass das Angebot der Studienrichtungen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut wird.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom UZR?

Dass der eingeschlagene Weg weitergeführt wird. Dass Unternehmen ihre Mitarbeiter über die Studienmöglichkeiten genau informieren und diese die Wichtigkeit der Weiterbildung hervorheben. Dann steht einer positiven Zukunft nichts im Wege.

Regina Jauch B.Sc., Absolventin Psychologiestudium an der FernUni Hagen

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung des UZR?

Ich studiere seit dem Sommersemester 2009 an der Fernuniversität Hagen Psychologie und bin sehr dankbar, dass ich nun seit einigen Jahren meine Prüfungen in Rottenmann ablegen kann. Die Anbindung an meinen Wohnort Graz ist günstig und weniger stressreich, als Fahrten nach Steyr, Linz oder Wien. Außerdem funktioniert die Kommunikation mit dem UZR (und insbesondere mit Frau König) sehr gut.

Würden Sie sagen, dass sich das Universitätszentrum etabliert hat bzw. wie sehen Sie die neue Ausrichtung auf dem berufsbegleitenden Sektor?

Ich denke, in einer Zeit, in der „Lebenslanges Lernen“ und kontinuierliche Bildung Teil unseres beruflichen Werdegangs geworden sind, bedeutet eine regionale Institution wie das UZR eine große örtliche Entlastung für Personen, die an Weiterbildung interessiert sind.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom UZR?

Ich wünsche mir, dass verpflichtende Präsenzveranstaltungen, die für das Studium an der Fernuni Hagen pro Studienabschnitt erforderlich sind, auch im UZR angeboten werden!

Was fällt Ihnen sonst noch zum Universitätszentrum ein?

Vielen Dank auch für die jährlich stattfindende Kinderuni im Sommer. Mein Sohn (12) ist jedes Jahr begeistert und stolz dabei.

Mag. Klaus Hüttenbrenner, GTEC-Absolvent

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Entwicklung des UZR?

Als erster Absolvent am UZR tut es mir persönlich sehr leid, dass sich das Konzept mit regulären Präsenzstudien nicht durchsetzten konnte. Eine qualitativ sehr hochwertige Bildungseinrichtung mit großem Potential wurde wie so oft mit nicht ausschließlich rationell begründbaren Argumenten zunächst geopfert.

Man hat allerdings die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt, und das UZR zukunftsorientiert auf völlig neue Beine gestellt.

Würden Sie sagen, dass sich das Universitätszentrum etabliert hat bzw. wie sehen Sie die neue Ausrichtung auf dem berufsbegleitenden Sektor?

Grundsätzlich hat sich das UZR in seiner ursprünglichen Konzeption bereits etabliert. Als Indikator dafür sehe ich nicht zuletzt die Tatsache dass jeder Absolvent unmittelbar nach Abschluss des Studiums in das Berufsleben einsteigen konnte.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen war und ist die Neuausrichtung auf berufsbegleitende Studien  die logische Konsequenz. 

Ich sehe die Anzahl der aktuell am UZR  inskribierten Studenten einerseits als Bestätigung für die breite Akzeptanz des UZR, andererseits auch als Auftrag für die konsequente Weiterentwicklung des UZR als wesentliches Asset in der (über-) regionalen Bildungslandschaft.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom UZR?

Ich hoffe dass  sowohl die regionale Wirtschaft wie auch die Politik  die Notwendigkeit der universitären Bildung in der Region erkennen. Unabhängig von den individuellen Interessen muss eine gemeinsame, umfassende, vor allem aber eine nachhaltige Bildungsstrategie für die Region, mit einem wesentlichen Baustein UZR, etabliert werden.

Dr. h.c. Ernst Hochsteger

Bildung ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Berufsbegleitendes Studieren und betriebliche Weiterbildung ein Gebot der Stunde

Für die Wirtschaft im Allgemeinen und für die regionale Wirtschaft im Besonderen ist es eine große Aufgabe den jeweiligen Standort strategisch abzusichern. Um hier entsprechend erfolgreich sein zu können ist es unerlässlich, dass sich sowohl Dienstgeber als auch Dienstnehmer darüber im Klaren sind, dass dies nur durch ein lebenslanges Lernen im Rahmen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung möglich ist. Mit dem regionalen Bildungsangebot von WIFI und BFI sind hier sehr gute Voraussetzungen geschaffen worden, um am Bildungsmarkt entsprechend reüssieren zu können.

Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang das UZR (Uni-Zentrum-Rottenmann), welches sich nach seiner Neuausrichtung gerade als Zentrum für universitäre berufsbegleitende Studien mit Bachelor- und Masterabschluss etabliert. Aus einer Mischung von Multimedia-Fernstudien und Präsenzstudien gibt es hier ein umfangreiches Studienangebot. In Abstimmung mit den strategischen Kooperationspartnern Johannes Kepler Universität Linz und der Technischen Universität Graz sowie der Fernuniversität Hagen wurde hier eine Bildungsplattform geschaffen, welche weit über die Region hinaus und somit österreichweit bereits entsprechende Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Die heimische Wirtschaft und die Menschen unserer Region profitieren davon, weil hier professionelle Voraussetzungen geschaffen wurden, welche eine strategische Karriereplanung und deren Umsetzung vor Ort ermöglichen. Damit können auch Arbeitsplätze neu geschaffen und bereits bestehende abgesichert werden. Somit kann auch der ländliche Raum seiner kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung gerecht werden und gleichzeitig soll es wieder Zuzug in die Region geben.

Man muss aber auch bereit sein, neue Herausforderungen anzunehmen. Gerade unser Bezirk hat schon vielfach gezeigt, wie man sich mit Innovationsfähigkeit und Engagement neue Chancen schafft. Unternehmerinnen und Unternehmer haben neue Wege beschritten, neue Geschäftsfelder entwickelt, neue Betriebe und attraktive Standorte geschaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben intensiv dazugelernt, um neue Aufgaben übernehmen zu können und um erfolgreich an neuen Unternehmenszielen mitwirken zu können. Denn dies alles geht aber nur, wenn man bereit ist, sich neues Wissen und neue Fähigkeiten anzueignen, um Leistungen effizienter und effektiver zu erbringen und um flexibel auf die Anforderungen der Märkte eingehen zu können.

FAZIT: Der Erfolg kommt nicht von selbst. Dafür muss man die Initiative ergreifen - und immer wieder, ein ganzes Berufsleben lang. Bildung ist die beste Basis dafür.