Geographische Informationssysteme in der örtlichen Raumplanung: GIS als Methode zur Erstellung von digitalen Flächenwidmungsplänen und als Analysetool zur Auffindung von Baulandreserven
Nummer: DA-Z19
Autor: Rene Kreuzbichler
Kurzfassung:
Obwohl sich die Raumordnung in Österreich auf Ebenen des Landes, Bundes und der Gemeinden verteilt, wird die örtliche Raumplanung als Grundlage für eine konsequente Raumplanung angesehen. Es hat sich gezeigt, dass digitale Flächenwidmungspläne vielerlei Vorteile für die örtliche Raumplanung mit sich bringen. GIS und Geodaten bieten umfassende Darstellungs- und Analysemöglichkeiten in den verschiedensten Fachbereichen, in denen die Flächenwidmung eine Rolle spielt. Doch trotz aller Vorzüge hat die Raumordnung in Österreich auch mit einigen Problemen zu kämpfen. So ergibt sich durch den Umstand, dass die Raumordnung Landessache ist, keine Einheitlichkeit bei der Gestaltung des Raumes. Diese Probleme sind aber nicht auf fehlende Möglichkeiten eines GIS zurückzuführen, sondern oftmals auf fehlende Rahmenbedingungen in der österreichischen Raumordnungspolitik. Ein weiterer Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit dem Flächenverbrauch in Österreich. Die Arbeit verdeutlicht, dass der Raum für Verkehrs- und Siedlungstätigkeiten in der heutigen Zeit sehr begrenzt ist. So wird es immer wichtiger, den verfügbaren Raum aus finanziellen und umwelttechnischen Gründen effizient zu nutzen.
Es hat sich gezeigt, dass es viele Maßnahmen zur Einschränkung des Flächenverbrauchs gibt. Es gibt jedoch keine generelle Maßnahme, die gegen den Flächenverbrauch wirkt. Vielmehr ist die Entscheidung, welche Maßnahmen gegen den Flächenverbrauch gesetzt werden, von den regionalen Verhältnissen und Umständen abhängig. In dieser Arbeit wurde auch versucht, das Problem der Baulandmobilisierung zu beleuchten. Es hat sich jedoch gezeigt, dass vielfach nicht zu wenig Bauland auf dem Markt ist, sondern dass das verfügbare Bauland oftmals schlecht oder nicht widmungskonform genutzt wird. Doch durch zunehmende Verbesserung der bestehenden Instrumente und neuen Methoden kann dieses Problem gelöst werden.